Der Ring
Treue
Verrat


      Diese Webseite ist nur für Freunde der Theosophie gedacht.

          

Der Ring ist ein Ursymbol der Treue. Bei den Kelten bezeichnete der Ring die Stammeszugehörigkeit. In der germanischen Überlieferung sind Ringe das Zeichen ewiger Treue, und zugleich sind sie Träger magischer Kraft. Der Ring mag auch ein Symbol für Menschen sein, die sich zu einem friedlichen Bund die Hand reichen, und so ein sakrales Zentrum in ihren Mittelpunkt bringen. 

Mit diesen Bedeutungen soll jenes Ursymbol auch auf dieser Webseite verwendet werden. Der Ring soll hier die Zugehörigkeit zur traditionellen Lehre der Theosophie darstellen - ganz gleich in welcher Linie, in welcher Lehrmeinung oder Schule. Denn die Treuen der verschiedenen Lehrrichtungen sollten zueinander stehen. Weil sie treu das Werk der Meister bewahren und lebendig halten wollen, sind sie auf derselben Seite, gegenüber jenen, welche dem Werk der Meister nicht gerecht werden und es manchmal sogar verraten. Die Treuen bilden einen unsichtbaren Ring um die weiße Loge der älteren Brüder, in deren Mitte die göttliche Weisheit und Liebe strahlt.

Das Werk der Meister hat unterschiedliche Ausprägungen erfahren. Es sind verschiedene Richtungen entstanden, wie z.B. Theosophische Gesellschaft(en), Tempel der Menschheit, Agni Yoga, Arkanschule, Rosenkreuzer, Anthroposophische Gesellschaft, Liberalkatholische Kirche. Jede dieser Richtungen besitzt entsprechend ihrer Treue einen kleineren Bruchteil des unsichtbaren Ringes. Erst wenn alle Teile zusammengefügt werden, ist der Ring vollständig - die Teile des Rings verschmelzen dann auf geheimnisvolle Weise zum ursprünglichen Ganzen und er bildet mit weißmagischer Kraft den Kern der Bruderschaft der Menschheit .

Der Ring soll auch die 'mystische Ehe' des Theosophen mit der aus den höchsten Zentren der tranzendentalen Gottheit herabgestiegenen Wesenheit Theosophia kennzeichnen. Wie man in einer ehelichen Beziehung bedingungslose Treue bis zum Tod lebt, so lebt ein Theosoph bedingungslose Treue in Ewigkeit gegenüber der Theosophia, der Weisheit des höchsten göttlichen Seins. Die Theosophia wird wirkliche Treue und Liebe unendlich belohnen, aber bei Treuebruch nicht zu besänftigen sein.

Treue gegenüber der Theosophie bedeutet natürlich auch ihre Lehren treu zu verwalten, d.h. sie intensiv (aber nicht dogmatisch) zu studieren, und in das eigene Leben und Sein lebendig einzuprägen. Dabei gehören zu den theosophischen Lehren alle Lehren die aus der Theosophie stammen, so auch die vedischen Yogasysteme, insbesondere der Bhakti-Yoga, und auch die christlichen, jüdischen und islamischen Theosophie-Lehren. Treue bedeutet nicht eine Pflicht alle theosophischen Lehren für richtig zu befinden, sondern im Leben und Streben den Kurs zu halten, und niemals davon abzuweichen. Was der genaue Kurs ist, lässt sich aber nur aus dem Studium der theosophischen Schriften erfassen. So geht das Studium allen anderen Schritten auf dem Pfad voraus.

Untreue eines Schülers der Theosophie ist jedes bewußte Abweichen auf solche Wege, welche von der Theosophie wegführen, ihrer Ethik und ihren Lehren entgegen stehen, wie z.B. schwarze Magie, Psychismus, Spiritismus, Channeling u.v.a. insbesondere jede profitorientierte Vermarktung theosophischer Inhalte. Verrat beginnt mit dem Verstoß gegen ethische Standarts, wie z.B. dem Essen unserer Tierbrüder, oder der gezielten Verleugnung unserer Meister oder des grob fahrlässigen Mißbrauchs ihrer Namen.

Unser Ungenügen als Schüler der Theosophie hat einen Prozess in Gang gesetzt, der das Wesentliche in unseren Lehren wieder aus der Öffentlichkeit in die Verborgenheit zurückzieht. Kaum ein Student der Theosophie weiß heute noch, dass die Lehren in besonderer Weise verschlüsselt sind, dass in der exoterischen Form theosophischer Mitteilungen die eigentliche Esoterik auf ihre Entdecker wartet. Oder gewartet hat? Denn die Inflation der Pseudomeister, die hundertausenden von platten "Meisterbotschaften" und ähnlichen Lügen, der gefährliche Niedergang magisch-psychischer Technologien sind das Ergebnis und der Beginn der Wiederverschleierung der Isis durch ganze Generationen von Theosophisten, die in der Mehrzahl die Geradlinigkeit und den Opfergeist der Gründer nicht aufbrachten, und einen wirksamen Kern der Bruderschaft der Menschheit nicht begründeten (mich selber bisher eingeschlossen) - von seltenen Ausnahmen einmal abgesehen. Nur große Anstrengungen können vielleicht doch noch zum Ziel führen.


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Nachstehende vor dem innersten Heiligtum in freiem Willen gebrachten Eide kennzeichnen wahrhaft treue Schüler der Theosophie. Die heiligen Eide werden nie durch Nachsprechen oder als guter Vorsatz geleistet, sondern immer nur durch die im Stillen sich verwirklichende Hingabe, die eines Tages erstaunt feststellt, dass sie alle diese Formeln lebt. Diejenigen, die noch keine Schüler, aber Freunde der Theosophie sind, machen diese Formeln zu ihren Idealen und streben ihre Verwirklichung an. Wer diese Gelöbnisse stets mehr und mehr verwirklicht, ist der Theosophie treu. Wer sie nicht verwirklicht, ist untreu, und wer bewusst zuwider handelt, wird eines Tages zum Verräter.

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  • Ich nehme meine Zuflucht in der ewigen göttlichen Weisheit.
  • Ich nehme meine Zuflucht in der unendlichen göttlichen Liebe. 
  • Ich nehme meine Zuflucht in der heiligen Bruderschaft der Meister

Es gibt drei Leitsterne auf dem Weg zur Theosophie: 

  • 1. das Studium der theosophischen Lehren
  • 2. die theosophische Meditation 
  • 3. die Verwirklichung in einem theosophischen Leben

Gelöbnis

Ich gelobe, mich zu bestreben, die Theosophie zu einem lebendigen Faktor in meinem Dasein werden zu lassen.
Ich gelobe, für die theosophische Bewegung in der Welt einzustehen.
Ich gelobe, mich der Aburteilung anderer zu enthalten und Einspruch zu erheben, wenn ich einen meiner Nächsten verleumden höre.
Ich gelobe, beständig an der Überwindung meiner niederen Natur zu arbeiten, gegen die Schwächen anderer aber nachsichtig zu sein.
Ich gelobe , mich durch Studium und auf sonstige Art nach allen meinen Kräften dazu zu befähigen, anderen Aufklärung und Hilfe zu bringen.
Ich gelobe, für die Förderung der theosophischen Bewegung soviel an Arbeitskraft, Geld und Zeit zu verwenden, wie ich kann.

(Die 6 Gelöbnisse eines Schülers der Theosophie von H. P. Blavatsky)


1. Ich gelobe, kein lebendes Wesen zu töten oder auf irgendeine Art zu verletzen, son­dern mich zu bemühen, Leben zu erhalten und zu fördern. (z.B. Vegetarische Ernährung)
2. Ich gelobe, nichts zu nehmen, was mir nicht freiwillig und in wohlwollender Absicht ge­geben wird.
3. Ich gelobe, mich aller unkeuschen Gedan­ken, Worte und Handlungen zu enthalten.
4. Ich gelobe, die Lüge und Heuchelei, die Verleumdung und Schmähung zu meiden.
5. Ich gelobe, keine berauschenden Ge­tränke zu genießen oder andere betäubende und erregende Mittel zu gebrauchen.
6. Ich nehme mir vor, die heute begangenen Fehler morgen und für alle Zeiten nie­mals wieder zu tun.
7. Ich gebe mir das Gelöbnis, mich dem Werke der Meister zu widmen und für die Bruderschaft, Aufklärung und Erlösung der Menschheit ohne Unterlass zu wirken.

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Mein kleines Credo

Meine Treue gehört

  • Theosophia
  • den Göttern und Buddhas
  • dem theosophischen Pfad
  • der Bruderschaft der Meister der Weisheit
  • der allumfassenden Bruderschaft der Menschheit
  • den Theosophischen Lehren aller Lehrrichtungen (auch der Anthroposophie) 
  • dem unsichtbaren Ring der Treuen


Das Buch der Weisheit  (Kapitel 8)

Machtvoll entfaltet sie ihre Kraft von einem Ende zum andern / und durchwaltet voll Güte das All.
Sie habe ich geliebt und gesucht von Jugend auf, / ich suchte sie als Braut heimzuführen / und fand Gefallen an ihrer Schönheit.
Im Umgang mit Gott beweist sie ihren Adel, / der Herr über das All gewann sie lieb.
Eingeweiht in das Wissen Gottes, / bestimmte sie seine Werke.
Ist Reichtum begehrenswerter Besitz im Leben, / was ist dann reicher als die Weisheit, die in allem wirkt?
Wenn Klugheit wirksam ist, / wer in aller Welt ist ein größerer Meister als sie?
Wenn jemand Gerechtigkeit liebt, / in ihren Mühen findet er die Tugenden. Denn sie lehrt Maß und Klugheit, / Gerechtigkeit und Tapferkeit, / die Tugenden, die im Leben der Menschen nützlicher sind als alles andere.
Wenn jemand nach reicher Erfahrung strebt: / sie kennt das Vergangene und errät das Kommende, sie versteht, die Worte schön zu formen und Rätselhaftes zu deuten; / sie weiß im Voraus Zeichen und Wunder / und kennt den Ausgang von Perioden und Zeiten.





Dankeschön an die Fotografin: Monika Lechler/ von  www.pixelio.de !

Impressum: Robert Schulz, Bauernweide 16, 21149 Hamburg,+49 40 709 73 144

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